The Art of Coporate Blogging – ebook von #Radian6 #socialmedia

November 16th, 2010 by Heinz D. Schultz

Rechtzeitig für den bevorstehenden Winter, ist ein neues EBOOK von Radian6 veröffentlicht worden. In diesem smarten Dokument können Sie sinnvolle Anregungen für Ihre Blogging Strategie im Unternehmen übernehmen. RADIAN6 ist Weltmarktführer für Social Media Listening Werkzeuge.

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THE ART OF CORPORATE BLOGGING

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Vertrauen in die deutschen Banken schwindet 2010 / 2011 weiterhin! @ficoba #banken #measure

November 10th, 2010 by Heinz D. Schultz

Ich möchte mit diesem Beitrag meiner Erlebnisse der Fraunhofer Veranstaltung “Stuttgarter E-Business-Tage 2010“  reflektieren. Speziell das Thema Banking und Social Media hat mich interessiert. Der Vortrag von Matthias Kröner, Vorstand der FIDOR Bank, hat beeindruckend aufgezeigt, dass die Old-Banking Economy in Deutschland schon längst verloren hat. In seinem Vortrag hat er auf den Edelmann Trust Report 2010 verwiesen. Im Vorjahr war das Vertrauen in die deutschen Banken bei 34%, heute im Jahr 2010 nur noch bei 17%. Im Vergleich zu unseren Europäischen Partnern liegen wir damit auf einem der allerletzten schlechtesten Plätze.

Edelmann Trust Barometer 2010 für Banking und Technology
Edelmann Trust Barometer 2010 für Banking und Technology

Matthias Kröner

weiss von was er spricht. Er wurde 1997, mit 32 Jahren, jüngster Vorstand einer deutschen Direktbank, der Direkt Anlage Bank AG in München. Von 1993 bis 2002 baute er den ersten kontinentaleuropäischen Online Broker mit auf. Im Mai 2009 hat seine FIDOR Bank AG die Vollbanklizenz erhalten und nahm den Geschäftsbetrieb im Dezember 2009 auf. Mit Matthias Kröner hat FIDOR einen besonders profilierten und kompetenten Manager aus dem Online-Banking Bereich an der Spitze. Es gibt auch nach meiner Ansicht sehr wenige Führungskräfte im deutschsprachigen Markt, die mehr Erfahrung auf diesem Feld aufweisen.

Was macht sein Geschäftsmodell so anders?

Die Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre hat das Vertrauen der Anleger in die Stabilität der Finanzmärkte und die Funktionsfähigkeit der Bankensysteme stark erschüttert. Gerade das vertriebsorientierte Geschäftsmodell der im Retailbanking etablierten Häuser wird zunehmend in Frage gestellt. Die sich immer deutlicher artikulierenden Forderungen nach einem objektiven, transparenten und am Kundeninteresse ausgerichteten Betreuungsansatz greift die FIDOR Bank AG auf. Dabei nutzt die FIDOR Bank die nachhaltige Entwicklung des Internets hin zum Web 2.0 für ihr innovatives Geschäftsmodell im Retailbanking. Drei zentrale Alleinstellungsmerkmale unterscheiden Fidor Community Banking von anderen Banken:

  1. Einmalig für eine Bank: Die Kunden kennen sich und können interagieren. Sie tauschen über die Community Meinungen, Informationen und Erfahrungen aus und verbessern so die Basis für ihre Finanzentscheidungen.
  2. Die Kunden werden für diesen Dialog und viele weitere Aktivitäten im Fidor Community Banking entlohnt. Dies erfolgt über das proprietäre Bonussystem.
  3. Die Kunden des Fidor Community Bankings können entscheiden, ob sie ihren Finanzbedarf über die FIDOR Bank AG (respektive Drittbanken) oder “peer-to-peer”, also mit anderen Kunden bzw. Usern, decken wollen.

Wirkprinzipien des WEB 2.0 verstanden !

Unter dem Motto „Banking mit Freunden“ überträgt die FIDOR Bank AG die zentralen Wirkprinzipien des Web 2.0 – Offenheit, Transparenz, Authentizität und Dialogbereitschaft – auf das Thema Finanzdienstleistung. Der Dialog mit Kunden, Mitgliedern und Interessenten wird weitgehend öffentlich und den Medien des Internets geführt: FIDOR Bank AG ist u.a. auf twitter, facebook, Xing und Youtube aktiv. Im Dezember 2009 hat die FIDOR Bank AG ihre Geschäftsaktivitäten als Kreditinstitut aufgenommen und begonnen, eigene kundenspezifische Aktiv- und Passiv-Produkte im Internet anzubieten. Dabei handelt es sich primär um Lösungen, die von der Gesellschaft bereits im Vorjahr entwickelt und über Drittbanken angeboten wurden.

Warum kein Google Analytics?

“Weil Google Analytics nicht den extrem hohen Datenschutzansprüchen der FIDOR Bank entspricht”, so O-Ton von Kröner. Mit dieser Aussage hat er absolut Recht und brilliert dadurch mit Tiefenkenntnisse im Umfeld der Webanalyse. Das macht ihn “kompetent-sympatisch” und unterstreicht auch meine persönliche Meinung zu den Machern der neuen Bankenwelt. Selbst mir stehen die Nackenhaare zu Berge, wenn ich auf die Bankenwelt aus Sicht eines Webcontrolling Anbieters (Webanalyse funktioniert ein wenig anders)  in Deutschland schaue. Da werden immer noch fragwürdige Trackingsysteme eingesetzt, die Pixel in fremden Datensilos speichern um daraus Webanalyse Berichte zusammenzubasteln. Was mit den Benutzeraktionen passiert, vielleicht verschlüsselt, vielleicht auch nicht, interessiert die wenigsten IT Verantwortlichen andere Institute. An der Einstellung von Kröner sind auch manchmal meine Marktmitbegleiter selbst schuld, die wie neulich bei einer Tagung der führenden Versandhändler, das Thema “Datenschutz in der Webanalyse” gegenüber einem meinem Kunden, als Kavaliersdelikt mit dem Beispiel “Sie fahren in der 30km/h Zone auch keine 30km/h (Augenzwinkern)” runtergespielt haben. Wer von den Kollegen von Econda, AT-Internet und Coremetrics dieses Beispiel zitiert hat, möchte ich hier nicht ausführen. Auf jeden Fall waren die Tagungsbesucher erschüttert über die unqualifizierten Äusserungen zum Thema Datenschutz. Doch nun zurück zu FIDOR.

Warum will ich und viele andere FIDOR Bank Kunde werden?

Es ist die einzige Bank die verstanden hat was die Kunden heute und morgen wollen. Meine Söhne, heute 24 und 21 Jahre alt, sind in der Digitalen Welt aufgewachsen und sollen Bankprodukte mitentwickeln, beeinflussen und bewerten können. Bank- und Anlageberater der Old-Banking Economy die es verstanden haben meine Kids in jungen Jahren, mit 16 und 17  Jahren in die Filiale der Bank zu “zitieren” und 65% des Lehrlingsgehaltes in einem Bausparvertrag unterzubringen, müssen schon heute und morgen über sich ergehen lassen, dass sie durch die Wirkprinzipien des WEB 2.0 bewertet, gelobt und getadelt werden. Wird der Vorfall via Social Media publik, sparen sich die anderen Kids kostbare Zeit und Ärger. Die Eltern werden es dem WEB 2.0 danken. Ein schönes Beispiel ist der Vorfall der die Bank of America in erhebliche Bedrängnis gebracht hat. Eine Kundin hat sich öffentlich beklagt, als der Zinssatz ihres Kreditkartenkontos von 6% auf  über 30% erhöht wurde und sie tagelang niemanden im Servicecenter der BoA erreichen konnte. Das Video dazu wurde über 523.000 mal gesehen. Der Medienverantwortliche der Bank of Amerika war 14 Tage ratlos und konnte das Video selbst mit richterlichen Versuchen nicht auf YouTube stoppen. Ich bin gespannt wann wir den ersten Video über einen deutschen Bankenvorfall sehen werden.

Bank of America

Hier gehts zum Video

Resümee

“Good Job Mr. Kröner!”

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