“Statistik-Tool”
Erstaunliches hört man teilweise, wenn man im Zeitalter von E-Government, DLR, “Findern” und “Portalen” Web-Verantwortliche von Behörden, Kommunen oder anderen öffentlichen Institutionen darauf anspricht, was ihnen das Stichwort “Webanalyse” sagt.
Teilweise weiß man überhaupt nicht, was das ist. Teilweise identifiziert man nach ausführlicher Erklärung das schon seit Jahren im Einsatz befindliche “Statistik-Tool” als das, was wohl gemeint war. Teilweise versteigt man sich zu der Behauptung, vom Einsatz einer Webanalyse habe man aus Datenschutzgründen Abstand genommen, obwohl im Verantwortungsbereich des Betreffenden nachweislich sechs unterschiedliche Webanalyse-Lösungen im Einsatz sind.
Was lernt man daraus ?
Erstens, dass zum Teil noch erheblicher Erklärungsbedarf dahingehend besteht, was eine seriöse Webanalyse-Lösung leistet.
Zweitens, dass sich angesichts der ehrgeizigen Ziele, die sich die öffentliche Hand in den Bereichen E-Government und DLR gesetzt hat, langsam herum sprechen sollte, dass der Einsatz einer Webanalyse-Lösung von der Datenerfassung und der sinnvollen Sortierung und Abbildung über die Auswertung bis zum Arbeiten mit der Auswertung einen überaus dynamischen Prozess darstellt und mit “Statistik” im herkömmlichen Sinne wenig bis überhaupt nichts zu tun hat.
Drittens, dass bei steigendem Bedarf nach Webanalyse-Lösungen im Bereich des öffentlichen Dienstes dringend mehr Transparenz in die Vergabeprozesse gebracht werden sollte, um Peinlichkeiten und Unregelmäßigkeiten zu vermeiden.
Tags: Auswertung, Datenerfassung, Datenschutz, Dienstleistungsrichtlinie, DLR, E-Government, Statistik, Transparenz, Vergabe, Webanalyse







